Geschichte der Burg Regensberg



Urkundlich wird die Burg Regensberg im Jahre 1251 zum ersten Mal erwähnt. Bischof Heinrich hatte mit Herdegen von Gründlach einen Vertrag über die Verteidigung der Burg abgeschlossen. Wegen ihrer Gliederung in Vor- und Hauptburg scheint sie aber weit älter zu sein und ist wahrscheinlich schon im 11. Jahrhundert zum Schutz des neu gegründeten Bistums Bamberg als südlicher Eckpfeiler angelegt worden. Im Meranischen Erbfolgekrieg bildete sie einen wichtigen Stützpunkt. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Burg Regensberg zur Hälfte Gottfried von Brauneck-Hohenlohe als Lehen gegeben. Dieser war ein Neffe des Bischofs Friedrich von Hohenlohe und mit Margaretha von Gründlach, der Erbtochter des letzten Gründlach, verheiratet. Die Familie von Gründlach starb mit Herdegen im Mannesstamm aus. Sein Schwiegersohn Gottfried von Brauneck war wiederum der Letzte seiner Linie und veräußerte mit Zustimmung des Bischofs 1356 seinen halben Teil des Schlosses an den Ritter Nold von Seckendorf. Daraufhin wurde dieser von Bischof Leupold mit der anderen Hälfte der Burg belehnt. Im Vertrag wurde vorbehaltlich festgelegt, dass die Burg für den Bischof geöffnet sein solle, „in allen unseren Nöthen und Kriegen zu ewigen Zeiten, und sollen sich mit demselben Schloss keinem anderen Fürsten oder Herrn wider uns oder unseren Nachkommen unterwerfen“.
1376 stifteten die Brüder Jakob und Burkhard Nold von Seckendorf zu Regensberg gesessen in der dortigen Kapelle St. Margaretha eine ewige Messe mit Zustimmung des Kapitels vom Kloster Neunkirchen. Am 1. Mai 1405 gaben die Seckendorf-Nolds dem Bischof ihren Anteil an der Burg zurück. Unter ihrer Herrschaft war das zum Rittergut Regensberg gehörige Dorf Pommer bis auf einen Hof an den Nürnberger Patrizier Veit Pfinzing verkauft worden. Pfinzing vermachte es durch fromme Stiftung teils dem Kartäuser Kloster, dem Aegidienkloster und dem Reichen Almosen in der Stadt Nürnberg.
Am 2. Mai 1405 wurde daraufhin der Ritter Hans Stibar von Buttenheim mit der Burg belehnt, mit der Bemerkung der Öffnung der Burg in den Kriegen und Fehden des Bischofs, was bei jedem weiteren Lehensrevers festgehalten wurde. Diese Linie nannte sich nun Stibar von Regensberg. Im Jahre 1443 kam es unter den einzelnen Angehörigen der Familie Stibar zu einer Fehde wegen der Burg. Der Bischof eroberte das Schloss und stellte den Frieden wieder her. 1447 wurde zwischen dem Bischof und Jakob Stibar ein Vertrag geschlossen, in dem der Bischof seinen halben Teil dem Stibar zu Mannlehen gab. Im Bauernkrieg erlitt die Burg Schaden, der auf 500 Gulden geschätzt wurde. Die Stibars betätigten sich teilweise auch als Raubritter. Jakob Stibar raubte bei Forchheim Ochsen, weswegen es zu einer Fehde zwischen dem Bischof und Jakob Stibar kam, wobei die Burg teilweise abbrannte.
1571 wurde Wolf Dietrich von Wiesenthau, Hochfürstlich Bambergischer Rat und Pfleger zu Giech, mit Regensberg belehnt. Am 4. September 1584 wurde seinem Sohn Christoph von Wiesenthau der halbe Teil des Schlosses Regensberg zu Mannlehen geliehen, „mit dem Brunnen im Schloss und dem Burggut im Vorhof mit allen Zugehörungen, nemblich Weingarten, Baumgarten, Wiesen, Äckern, Gehülz, Weihern, Hutweiden, Schafflecken und Steinbrüchen. Mehr haben wir gemelden von Wiesenthau zu rechten Mannlehen geliehen, den anderen halben Teil am Schloss zum Regensberg, gegen dem Rinleins und dem Vorhof daselbsten und dem Hohen Garten bei dem Schloss, das weiland Heinrichen Stiber Ritter seligen gewesen und durch Enderesen seinem Sohn weiland Christofen Stiber und seinem Bruder seligen verkauft ist worden.“
Georg von Wiesenthau bot am 19. Dezember 1614 sein Rittergut Regensberg wegen der Schulden seines Vaters Christoph von Wiesenthau dem Hochstift Bamberg zum Kauf an. Der Verkauf erfolgte am 19. Februar 1615; das Hochfürstliche Stift Bamberg zahlte dafür die Summe von 48000 Gulden und 500 Gulden Leihkauf, wovon der größte Teil zur Rückzahlung aufgenommener Darlehen derer von Wiesenthau verwendet werden musste.
Bald darauf, am 4. April 1615, vererbte Bischof Johann Gottfried von Aschhausen den ältesten und besten Hof in Weingarts, der in früheren Zeiten den Bischöfen selbst unterstanden hatte, an den bisherigen Pächter Pangratz Schütz.
Erbbrief des Pangratz Schütz zu Meingerß

Wir, Johann Gottfried Bischof zu Bamberg, Bekennen und Ihnen kundt mit Dießen Brief für uns unser Stift und Nachkommen, dass wir unsern Lieben getreuen Pangratz Schütz zu Meingerß unter unserem Schloß Regensberg gelegenen Hof und allen seinen Erben unseren und gedacht unseres Stift halben daselbsten mit allen darzu gehörigen Feldern und Wießmathen wie solches auch die Würdigung hat, welche das Geschlecht derer von und zu Wiesenthau käuflich übergeben und eingeräumt haben, umb hernach folgend jährlich beständige Güldt und Zins vererbt und verliehen haben. Vererbten und verliehen auch ernannten Schützen und wie vorgemeld allen seinen Erben obberührden Halbhofs mit samt seinen Zugehörungen hiermit und in Kraft dieses Brief, also dass er und sie demselben nunmehro Innen haben, nutzen und nießen und ein redlicher Pauer seie zu Dorf und Feld, und ersten erhalten, bessern uns nit ärgern. Daß uns und unserm Stift jährlich zu bestendiger Güldt, Acht Sümra Korn, 10 Sümra Gersten, 22 Sümra Dinkels und 30 Sümra Haberus, alles an guten gefegten Körnern Vorcheimer Maaß auf obgedacht, unserm Schloß Regensberg oder Casten Vorcheimb wohin er dafür würdet gewiesen, neben einer Fastnachtshenne und einem Schock Eier zu Erbzins gewehren und liefern solle. So es sich begebe, dass vorbesagter Halbbau neben seinen Zugehörungen verkauft, verwechselt oder sonsten verändert würde, welches Ihme Schützen und seinen Erben bevorsteht, soll es jedes Mals so oft eine Veränderung beschieht von den Verkäufern und denjenigen an den solchen Halbbau kauft: oder rechtschaffenerweis kommen, so zu Zeiten anwesenden Voigten zum Regensberg bracht, von demselben ausgeben, vom Käufer empfangen und der Kauf oder Wechsel zu Zehn von einem Gulden verhandlohnt. In Erbfällen aber das gewöhnliche Schreibgeld genommen und es darmit wie bey unserm Stift dieser arts herkommen gehalten werden, alles getreulich und ohne gesonderte Losten zu erheben haben wir unser Secret an diesen Brief lassen hangen, der geben ist in unserer Statt Bamberg den vierten Monats Tag Aprilis nach Christi unseres lieben Herrn und Seligmachers Geburt im Sechzehnhundert und fünfzehnten Jahr.

Der Hof war bisher ein Halbbau, d.h. der Pächter desselben musste die Hälfte seiner Ernte dem Lehensherrn abliefern. Zu den Zugehörungen des Hofes gehörte auch das sogenannte Bauernholz, 9 Morgen mit Inhalt; dieser Wald hat bis heute den Flurnamen Schützenholz, was auf seinen damaligen Besitzer Pangratz Schütz zurückgeht.
Nach dem Rückkauf des Rittergutes Regensberg wurde vom Hochstift Bamberg in der Burg ein dem Oberamt Neunkirchen-Marloffstein unterstelltes Vogteiamt für die Untertanen des Rittergutes eingerichtet. Dazu gehörten Untertanen in den Orten Weingarts, Oberehrenbach, Großenohe, Kemmathen, Igensdorf, Stöckach, Pommer, Leutenbach, Kunreuth, Dietzhof, Dachstadt und Buckenreuth.
Im Jahre 1618 wurde ein Urbar (Verzeichnis) angelegt über die zum Vogteiamt gehörigen Höfe, Güter, Sölden, Tropfhäuser und ledigen Stücke. In diesem sind die Besitzer der einzelnen Anwesen sowie die Zugehörungen an Feldern, Wiesen und Wäldern und die Abgaben und Fronen genau beschrieben. Angegeben ist die Flurlage der Grundstücke der an den vier Seiten anstoßenden Nachbarn. Die Zugehörungen waren an die Höfe und Güter gebunden und konnten nur im ganzen Gutsverband verkauft werden. Durch diesen Umstand blieben die Grundstücke der Höfe über die Jahrhunderte die gleichen. Erst nach der Säkularisation der geistlichen Fürstentümer wurde in Königlich-bayerischer Zeit diese Handhabung gelockert und es kam mit Zustimmung der Lehensherrschaften öfters zu Hofzertrümmerungen, bei denen einzelne Grundstücke verkauft wurden.
Nach dem Ende des Lehenwesens im Jahre 1848 war es jedem freigestellt, die Grundstücke seines Hofes nach Belieben zu verkaufen. Es gab dann noch ungebundene Grundstücke, die ledige, fliegende oder walzende Stücke genannt wurden und die frei ver- oder gekauft werden konnten. Oft wurden sie den Kindern als Heiratsgut in die Ehe mitgegeben, und mancher Besitzer eines Tropfhauses, an das kein Grundstück gebunden war, hat sich damit ein kleines Gütlein aufgebaut.
Nicht lange nach dem Rückkauf des Rittergutes Regensberg begann der Dreißigjährige Krieg, der - wie überall - auch im Amt Regensberg schwere Opfer forderte. Am 1. Dezember 1631 wurde das Schloss von hundert Tillyschen Reitern überfallen und vollkommen ausgeplündert.
1632 war unsere Gegend Kriegsschauplatz. Es wurde alles verbrannt und verwüstet; der Zehent von Weingarts konnte nicht geliefert werden mit der Begründung, dass dieser Zehent vom Kaiserlichen und Kurbayerischen Kriegsvolk auf dem Feld und in den Scheunen aller verfüttert und verößigt worden sei und daher gar nicht geliefert werden konnte.
Vom Regensberger Zehent wird 1632 berichtet: „An diesen Zehent ist ganz und gar nichts gewährt, sondern von der Friedländischen und Kurbayerischen beide Armees ganz verößigt, verderbt und hinweg geführt worden.“
Der Regensberger Vogt berichtet 1633: „Auf dem Regensbergischen Hof, von dem Schwedischen Kriegsvolk forigs Jahr in die Asche gelegt und verbrannt worden, ist heurigen Jahrs nit ein Beet Ackerbar, bestäunt und zugerichtet.“
1640 berichtet der Vogt weiter: „Dieser kleine Regensberger Schloß Zehent zum Meingers hat dies Jahr wegen vorgefallener Durchzüge im Frühling gewesenen Jahres nit als umb 3½ Sümra Hannß Kern zum Meingers verlassen können.“
Auf dem zum Schloss gehörigen und im Vorhof liegenden Bauernhof fand sich längere Zeit kein Pächter mehr, und erst 1641 berichtet der Vogt wieder: „Dieser Regensberger Schloss Zehent ist mir Vogten für dies Jahr von den wenigen gebauten Schloss Feldern von der Hochfürstl. Bambergl. Cammer umb 1½ Sümra verlassen worden.“
Von den meisten Hofstellen des Vogteiamtes ist in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges im Urbar der Eintrag vermerkt ’liegt öd’ oder ’ist der Herrschaft heimgefallen, weil dieses Gut ganz und gar abgebrannt und kein Gebäude darauf mehr stehet’.
Ab 1645 ging es wieder etwas aufwärts, die öd liegenden Hofstellen wurden von der Herrschaft Schloss Regensberg allmählich wieder zu Lehen an neue Besitzer gegeben. Ungefähr ein Drittel der Einwohner von Weingarts hatten den Krieg überlebt.



Die Vögte des bischöflichen Amtes Regensberg

1615 – 1622        Johann Müller   
1622 – 1626        Georg Schellenbauer   
1626 – 1638        Jobst Veit Heber
1638 – 1640        Johann Wiesendt
1640            Johann Costner von Wiesenthau (gest. am 30. Sept. 1640)
1640            Sebastian Böb
1650            Johann Schurig
1660            Wilhelm Hönig
1695            Georg Benedikt Bayer
1703 Michael Mulzer
1714            Peter Philipp Esel
1724            Johann Alt, Vogt und Schlossbesitzer

Geboren in Oberehrenbach war Johann Alt als Bauer in den höheren Beamtenstand aufgestiegen, wurde als ’Herr’ angeredet und nahm Adelige und höhere Beamte als Taufpaten seiner Kinder, so 1720 Maria Philippina von Münster, Gemahlin des Wolfgang Friedrich Anton von Münster, Oberamtsmann zu Marloffstein.

1724    Johann Rudolf Bernhard von Egloffstein, zum katholischen Glauben übergetretener Obmann des Geschlechts von Egloffstein zu Kunreuth
1726 Magdalena Fortenbach, Gemahlin des Johann Adam Fortenbach, Hochfürstl. Bambergischer Hofrat, und Franziska Rohrbach, Gemahlin des Johann Georg Rohrbach, Hochfürstl. Bambergischer Cammer Assesor
1729    Johann Nikolaus Polster aus Neunkirchen, Vogtverweser zu Regensberg, der seine Wohnung nicht mehr im Schloss hatte, sondern zu den Amtshandlungen von Neunkirchen nach Regensberg kam.

Ab 1740 verwaltete das Amt Wolfsberg die Vogtei Regensberg. 1758 wurde Adam Rudolph Schmitt aus Frankenwinheim Vogt von Wolfsberg und Regensberg. Von 1777 bis zur Übernahme durch das Königreich Bayern wurden die Amtshandlungen vom Amt Gößweinstein vorgenommen. Die Regensberger Untertanen mussten bei Hofübergaben oder Grundstückskäufen zur Zuschreibung nach Gößweinstein gehen, was so manchen Älteren wegen des weiten Weges dorthin nicht leicht gefallen ist.


Verkauf von Zugehörungen des Schlosses Regensberg

1663    „Das Häuslein unter der Kirchen gelegen, darinnen vorher ein Ambtsknecht seine Wohnung gehabt, hat Andreas Zenner (Zehner), Schreiner aus Weisenohe, mit Hochfürstlicher Bewilligung Sub Dato 9. März 1663 für dreißig Gulden erkauft.“
1667    „Ein Güldhof zu Dorf und Feld, nächst dem Schlosse Regensberg gelegen, mit allen seinen An- und Zugehörungen“ ist laut Erbbrief „vom Dato Neunkirchen den 8. Mai 1667 unter Vogt Wilhelm Königs Zeiten“ an Georg Haid pro 400 Gulden verkauft worden.
    Dazu gehörten an Gebäuden: „ein Wohnhaus 49 Schuh auf der Pfaden und 39 Schuh auf dem Balken mit 7000 Schindeln gedeckt, durchauß gesamt fingerdik, ein Stadel mit 64 Schuh auf der Pfaden und 36 Schuh auf dem Balken, mit flachen Ziegeln behängt, gestützt und geglaibt, ein Schweinstall 50 Schuh lang, 7 Schuh weit mit 6 Fachen und mit 1000 Schindeln bedacht“.

1680 wurde unter der Regierung des Fürstbischofs Peter Philipp von Dernbach die 34 Tagwerk große, unter dem Schloss Regensberg gelegene Hofwiese an fünf Bauern in Weingarts verkauft. Diese waren Hannß Kern (Amtmann), Martin Kern (Wirt), Bastel Kügel, Georg Kern und Georg Lösels Wittib. Die alte Bräustatt (ohne Braurecht) nebst dem Bräugarten (6½ Tagwerk mit Inhalt) wurden 1693 Hannßen Harrer und Andreas Kügel zu Regensberg vererbt.
Am 16. Dezember 1706 veräußerte Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn unser ganz altes und ruinöses, zum Teil gar verfallenes Schloss Regensberg mitsamt dem Braurecht für 1200 Gulden an die Brüder Andreas Alt zu Weingarts und Johann Alt zu Oberehrenbach. Vorbehalten wurde der nordwestliche Turm als Wohnung für die bischöflichen Jäger, dazu noch Räume zur Amtsausübung.


Die bischöflichen Jäger und Förster zu Regensberg

Zum Schloss Regensberg gehörten 135 Tagwerk Wald in der unmittelbaren Umgebung, 66 Tagwerk im Haag, 29 Tagwerk im Pfarrholz und 12 Tagwerk im Röhnig in der Weingartser Flur, dann 13 Tagwerk im Haag und 15 Tagwerk auf dem Berg in der Oberehrenbacher Flur. Außerdem gehörte dem Bischof die hohe und niedere Jagd in den Ortsfluren von Weingarts, Regensberg und Oberehrenbach. Dafür wurden Jäger und Waldaufseher angestellt. Die Jäger hatten ihre Dienstwohnung, wie schon erwähnt, im Jägersturm.

Jäger und Förster waren:
Thomas Löhr        Jäger, gestorben am 17. November 1682 in Regensberg
Johann Dippold    Jäger, der auch den Mesnerdienst in der Regensberger Kirche versah und am 9. Juli 1722 im Alter von 73 Jahren in Regensberg verstarb
Johann Spörl        Holzförster aus Weingarts, 1728
Jakob Spörl        Holzförster, Sohn von Johann Spörl, 1738
Kaspar Schriffer    Jäger und Förster; sein Bestallungsdekret wurde am 6. Juli 1748 im Schloss Seehof ausgestellt
Johann Michael Herr    Jäger und Förster, wurde am 23. Oktober 1754 von Regensberg an das Revier Wunderburg in Bamberg versetzt
Johann Nehmann    Jäger ab 24. Oktober 1754; starb am 18. Mai 1755 im Alter von 46 Jahren in Regensberg
Peter Behr    Jäger und Förster, am 7. Juni 1755 angestellt, starb am 25. Juli 1764 ebenfalls im Alter von 46 Jahren in Regensberg
Kaspar Röger    bisheriger Jäger in Rugendorf, ab 1764 in Regensberg
Franz Mahr    Jäger vom 22. Juli 1766 – 16. September 1768;
    hier der Wortlaut seiner Bestallung:


Kissingen, den 22. Juli 1766

Decret für den Jägers-Pursch Franz Mahr

Nachdem sich der Hochwürdigste Fürst und Herr Adam Friedrich gnädigst entschlossen haben, dem Hirschgerecht erlernten Jäger Franz Mahr die erledigte Revier Jägers Bedienstung zu Regensberg in der fürstmildesten Zuversicht angedeihen zu lassen, dass derselbe die bereits ergangenen oder noch fürohin ergehende Hochfürstlichen Jagd- und Waldverordnungen auf das genaueste zu vollziehen und zu beobachten pflichtschuldigst beflissen sein werde, also Ihme Revier Jäger gegenwärtiges Decret ausgefertigt, auf dass er sich darmit seiner Verpflicht- und Einweisung bei der Behörde zu legitimieren wisse.

        Kraft seiner Hochfürstlichen Gnaden Handunterschrift

Franz Mahr heiratete Margaretha Spörl aus Weingarts und wurde am 16. September 1768 auf die durch Abänderung frei gewordene Jäger- und Försterstelle auf dem Wald Lohe im Forstamt Vilseck versetzt.


Johann Schmidt    ab 16. September 1768, zeitheriger Jäger und Förster auf dem Wald Lohe im Forstamt Vilseck


Marquardsburg (Schloss Seehof), den 16. September 1768

Decret für den Jäger Johann Schmidt als Jäger zu Regensberg

Demnach der Hochwürdigste Fürst und Herr Adam Friedrich aus dem Vorgange Untersuchung Vorgekommenen in Sachen sich bewogen gefunden und also entschlossen haben, den zeitherigen Revier Jäger und Förster auf dem Wald Lohe Johann Schmidt von diesem Revier hinweg und auf das Revier zu Regensberg unter dem ernstlichen Auftrag und Warnung übersetzen zu lassen, dass dieselber seine Dienst Verrichtungen und Pflicht ähnlicher Obliegenheit besser als zeithero geschehen, auf zu kommen bedacht sein solle, wobei Ihme Revier Jäger die von dessen ohnmittelbaren Vorfahr zu Regensberg genossene Bestallung und Gehalt ebenfalls aus Gnaden zugeleget wird. Also wird Ihme gegenwärtiges Decret ausgefertigt, auf dass er sich darmit des dermalen anzutretenten Jägerdienstes zu Regensberg, dann des hiervon geniesenden Gehalts halber bei der Behörde zu legitimieren wisse.

        Kraft seiner Hochfürstlichen Gnaden Handunterschrift

Johann Schmidt hatte sich demnach in seinem Dienst etwas zu Schulden kommen lassen und wurde wegen des deshalb anstehenden Gerichtsverfahrens vom entfernten Amt Vilseck zu dem näher bei Bamberg liegenden Regensberg versetzt. Gestorben ist er später in der Fronveste, dem bischöflichen Gefängnis in Bamberg.

Friedrich Barth        Jäger in Regensberg ab 18. August 1772
Ernst Beutner        Jäger ab 14. Mai 1775;
                sein Dekret lautet:


Würzburg, den 14ten May 1775

Demnach der Hochwürdigste Fürst und Herr Adam Friedrich gnädigst sich entschlossen haben, die in Erledigung gekommene Revier Jägers Stelle zu Regensberg dem Hirschgerecht erlernten Jäger Ernst Beutner in der Zuversicht gnädigst angedeihen zu lassen. Es werde sich derselbe die bereits ergangenen und künftighin anoch ergehende Hochfürstl. Wald- und Forstverordnungen zum Dienstpflichtigen Augenmerk sein, auch seines Ohrs, Hierin falls nichts zu Schulden kommen zu lassen eifrigst bedacht seie. Also wird Ihme Revier Jäger gegenwärtiges Decretum zu dem Ende hierüber ausgefertigt, auf dass er sich darmit seiner Aufnahme sowohl als Einweis- und Dienstverrichtung, dann der gewöhnlichen Bestallung halber bey der Behörde zu legitimieren wisse.

        Kraft seiner Hochfürstlichen Gnaden Handunterschrift

Ernst Beutner kaufte 1782 das Anwesen Haus Nr. 26 in Weingarts mit allen Ein- und Zugehörungen an Grundstücken. 1784 heiratete Ernst Alexander, Hochfürstlicher Jäger zu Regensberg und Einwohner zu Weingarts, Margaretha Kern, die Tochter des Johann Kern, Schlegel Hans genannt, aus Weingarts, Hs. Nr. 20. Er war dann noch Schultheiß zu Weingarts und starb am 26. Juni 1797.


Christoph Wilhelm Schwalb    1798 Jäger zu Regensberg und Schultheiß zu Weingarts
Paul Berner        letzter Jäger zu Regensberg, verheiratete sich nach Mittelehrenbach und wurde mit dem Übergang des Hochstiftes Bamberg an Bayern Königlich-bayerischer Forstwart zu Regensberg. Die Jagd wurde vom bayerischen Staat an Privatleute verpachtet.

Am 5. Februar 1720 schloss Karl Maximilian von Egloffstein zu Kunreuth einen Kaufvertrag mit den Brüdern Alt über das Schloss Regensberg mit einigen Zugehörungen für 1000 fränkische Gulden. Derselbe erhielt aber nicht die lehensherrliche Bestätigung des Bischofs.
Der Weißenoher Abt Gualbert II. Seeger kaufte am 13. Januar 1732 das Schloss nebst Braugerechtigkeit um 2300 Gulden von dem früheren Vogt Johann Alt und den Kindern seines verstorbenen Bruders und ließ die noch bestehenden Teile des Schlosses in guten baulichen Zustand bringen. Am 20. März 1744 brannte durch ein in der Malzdarre ausgebrochenes Feuer das Brauhaus nebst dem Schloss ab und musste wieder aufgebaut werden, wofür vom Kloster noch im Jahre 1770 mehr als 1500 Gulden Schulden bezahlt werden mussten. In der Klosterzeit betrieb Bartholomäus Schmid bis zu dem Brand 1744 eine Gastwirtschaft im Schloss, außerdem bewohnten es mehrere Mieter, unter ihnen ein Schmied, ein Weber und ein Schuhmacher. Die Brauerei wurde vom Personal der Klosterbrauerei Weißenohe mit betrieben. Johann Georg Engelhardt aus Michelfeld, Brauer und Büttner des Klosters, heiratete 1758 die Weingartserin Margareta Häfner und machte sich in Weingarts als Büttner selbstständig. Für die vorbehaltenen Amtsräume beschäftigte Bamberg Elisabeth Keller als Wirtschafterin. Sie war bei den Regensberger Einwohnern sehr beliebt und war öfters Taufpatin von deren Kindern. Gestorben ist sie am 29. Februar 1766 im Alter von 58 Jahren.
Mathäus Arzt aus Schnaittach wurde vom Kloster Weißenohe in Regensberg als Maurer angestellt und heiratete 1797 Anna Stegbauer aus Gleisenhof. Ihre Nachkommen wohnten bis zu dessen Abbruch im Jahre 1868 im Schloss Regensberg.
Durch die Säkularisation fiel das Schloss an den bayerischen Staat, der dafür keine Verwendung hatte und es deshalb wiederholt zum Verkauf anbot, zuletzt am 11. Dezember 1811 unter folgendem Wortlaut:

Auf allerhöchsten Befehl werden die entbehrlichen Staats-Realitäten in dem königlichen Rentamts-Bezirke Gräfenberg unter normal-mäsigen Bedingungen, welche im Regierungsblatte 1811 enthalten sind, dem öffentlichen Verkaufe ausgesetzt. Diese Realitäten sind zu Regensberg das durch seine treffliche Aussicht sich auszeichnente Schloß, worauf die Braugerechtigkeit haftet und wozu ein Gärtchen mit ¾ Morgen gehört. Als Strich Termin werden bestimmt und abgehalten: für jene zu Regensberg der 1. Februar 1812 in dem Schmidtleinischen Wirthshaus zu Leutenbach. Die Kauflustigen können die Verkaufs-Objekte mit jeder Stunde einsehen, und es ist für die Einweisung derselben in Regensberg der Ortsvorstand Johann Siebenhaar zu Weingarts beauftragt.


Es hat sich jedoch wieder kein Käufer gefunden, und das Schloss wurde 1815 wohl weit unter der ursprünglichen Kaufsumme an Regensberger Einwohner verkauft. Den mittleren Schlossbau mit Hs. Nr. 1 kaufte Johann Alt, Bauer in Regensberg, Hs. Nr. 7. Der südliche Turm mit der Hs. Nr. 1½ wurde von Jakob Heinlein gekauft; der nördliche Turm mit der Hs. Nr. 1⅓, der Jägersturm genannt, wurde von Konrad Heinlein für 140 Gulden erstanden. Die beiden Brüder Heinlein waren im Schloss geboren. Ihr Vater, der Schneidermeister Johann Heinlein, hatte seit 1770 als Mieter dort gewohnt.
1857 stürzte während des sonntäglichen Gottesdienstes der Turm des Schneidermeisters Johann Georg Heinlein, genannt Turmschneider, ein. Er tauschte sein Turmgrundsück, 11 Dezimal groß, gegen einen Bauplatz auf der gegenüber der Straße liegenden Seite von dem damaligen Schlossbesitzer Johann Harrer.
Johann Harrer aus Weingarts heiratete 1833 Kunigunda Alt, die Tochter des Schlossbesitzers Johann Alt, und wurde Besitzer des Schlossgütleins. Sein Vater, in Regensberg geboren, hatte 1784 die Wirts- und Bäckerswitwe Christina Alt aus Weingarts geheiratet. Johann Harrer, als Wirtssohn geboren, eröffnete 1846 im Schloss ein Gasthaus, bei dem auch ein Tanzsaal vorhanden war.
In einer Steuerliste der Gemeinde Oberehrenbach aus dem Jahre 1840 steht der Eintrag: „Regensberg Hs. Nr. 1 Johann Harrer. Ein altes baufälliges Schloss zu 125 Gulden Wert taxiert.“ Zum Vergleich: Ein einstöckiges Bauernhaus, aus Fachwerk erbaut, wurde mit einem Wert von 200 Gulden angegeben. Es ist daraus zu ersehen, dass sich das Schloss seinerzeit schon in sehr desolatem Zustand befand.
Die Tochter des Johann Harrer, Katharina, verheiratete sich 1864 mit dem Maurergesellen Johann Kern, genannt Heckhans, aus Weingarts. Die beiden übernahmen das Schlossanwesen, weil ihr Bruder Johann Georg Harrer darauf verzichtet hatte. Er wurde mit 1500 Gulden für seinen Anteil ausbezahlt.
Johann Kern, obwohl selbst Maurer von Beruf, konnte den weiteren Verfall des Schlosses nicht aufhalten. Schon die Instandhaltung des riesigen Daches hätte seine finanziellen Möglichkeiten bei Weitem überschritten. Zudem hatte er noch Hypothekenschulden seines Schwiegervaters in beträchtlicher Höhe übernommen. So trug er sich mit dem Gedanken, das Schloss abzubrechen. Durch eine Verfügung König Ludwigs I. sollten die alten Rittersitze erhalten bleiben und zum Abbruch musste die Genehmigung der Königlichen Landgerichte eingeholt werden, die nur bei sehr einsturzgefährdeten Objekten erteilt wurde. Johann Kern kam auf die Idee, das Schloss beschleunigt abbruchreif zu machen, und ließ drei Tage lang Wasser auf die Böden schütten, bis der Verputz an Decken und Wänden abbröckelte. Daraufhin ging er zum Landrichter nach Gräfenberg und berichtete diesem, dass er das Schloss abtragen müsse, weil es einsturzgefährdet sei und dadurch eine große Gefahr für die Allgemeinheit bestehe. Der Landrichter ließ sich überzeugen und gab die Genehmigung zum Abbruch.
1868 wurde das Dach eingelegt und alles wieder verwendbare Material entfernt. Johann Kern baute sich im westlichen Schlossgraben ein neues Haus mit der Hs. Nr. 10 unter Verwendung der Baumaterialien von der Schlossruine. Dort führte er auch die Gastwirtschaft weiter.
Am 30. Dezember 1868 erwarb der Gastwirt Johann Georg Kohlmann die Schlossruine von Johann Kern. Darüber berichtet das Gemeinderatsprotokoll am 28. Februar 1869. Es erscheint der Gütler Johann Georg Heinlein von Regensberg und bringt vor: „Ich bin mit meinem nahe an der Schlossruine stehenden Haus sehr gefährdet, indem dasselbe der Einsturz droht.“
Hierauf wurde auch der bereits im Besitze stehende Wirt Johann Georg Kohlmann vernommen, welcher erklärte, dass er bei besserer Witterung die Gefährlichkeit des alten Schlossbaues beseitigen wolle.
Johann Georg Kohlmann verkaufte die Ruine 1893 an Johann Andreas Hauptmann, dessen Vater Johann Hauptmann 1868 einen Platz im östlichen Schlossgraben zum Bau einer Scheune von Johann Kern erkauft hatte. Nebenan erhielt zur gleichen Zeit Johann Georg Kraft einen Platz zum Bau des Hauses Nr. 9. Johann Georg Heinlein hatte 1868 den Jägersturm eingelegt und erbaute das Haus Nr. 8.