AGB

ALL­GE­MEI­NE GESCHÄFTS­BE­DIN­GUN­GEN FÜR REI­SE­VER­AN­STAL­TER (EIN­ZEL­REI­SEN­DE UND REISEGRUPPEN)

1 GEL­TUNGS­BE­REICH UND DEFINITIONEN
1.1 Die­se Geschäfts­be­din­gun­gen gel­ten für alle Ver­trä­ge, wel­che zwi­schen dem Hotel und einem Rei­se­ver­an­stal­ter über Hotel­lei­stun­gen für Ein­zel­rei­sen­de und/oder Rei­se­grup­pen geschlos­sen wer­den (Hotel­auf­nah­me­ver­trag). Sie gel­ten nicht für Buchun­gen von Zim­mern oder Zim­mer­kon­tin­gen­ten für Ver­an­stal­tun­gen wie Tagun­gen, Semi­na­re und ähnliches.
1.2 Der Begriff „Hotel­auf­nah­me­ver­trag“ umfasst oder ersetzt fol­gen­de Begrif­fe: Reser­vie­rungs­ver­trag, Kon­tin­gent­ver­trag, Beherbergungs‑, Gastaufnahme‑, Hotel- und Hotelzimmervertrag.
1.3 Hotel­lei­stun­gen sind alle zwi­schen Rei­se­ver­an­stal­ter und Hotel ver­ein­bar­ten und vom Hotel zu erbrin­gen­den Lei­stun­gen wie Hotel­zim­mer, Ver­pfle­gungs­ar­ran­ge­ments und ande­re Angebote.
1.4 Die Kun­den des Rei­se­ver­an­stal­ters, für die Hotel­lei­stun­gen gebucht wer­den, sind nach­fol­gend als „Ein­zel­rei­sen­de“ oder „Rei­se­grup­pen“ (gemein­sam auch „Gäste“) bezeichnet.
Eine Rei­se­grup­pe besteht aus min­de­stens 15 Per­so­nen, die zu einem gemein­sa­men Rei­se­zweck ein­heit­lich orga­ni­siert sind und in der Regel an den­sel­ben Tagen an- bzw. abreisen.
1.5 All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen des Rei­se­ver­an­stal­ters fin­den nur Anwen­dung, wenn dies vorher
aus­drück­lich ver­ein­bart wurde.
2 VER­TRAGS­AB­SCHLUSS UND VERJÄHRUNG
2.1 Der Ver­trag kommt durch die Annah­me des Antrags des Rei­se­ver­an­stal­ters sei­tens des Hotels zustan­de. Dem Hotel steht es frei, die Buchung in Text­form zu bestätigen.
2.2 Alle Ansprü­che gegen das Hotel ver­jäh­ren grund­sätz­lich in einem Jahr ab dem gesetz­li­chen Ver­jäh­rungs­be­ginn. Dies gilt nicht bei Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen und bei son­sti­gen Ansprü­chen, sofern letz­te­re auf einer vor­sätz­li­chen oder grob fahr­läs­si­gen Pflicht­ver­let­zung des Hotels beruhen.
3 RECH­TE UND PFLICH­TEN DES REISEVERANSTALTERS
3.1 Der Rei­se­ver­an­stal­ter ist ver­pflich­tet, dem Hotel sei­nen Buchungs­stand so früh wie mög­lich oder auf
Nach­fra­ge bekannt zu geben. Spä­te­stens 30 Tage vor dem Anrei­se­tag ist das Hotel jedoch hier­über zu
infor­mie­ren. Gleich­zei­tig sind dem Hotel alle erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen über die Hotel­lei­stun­gen gemäß Zif­fer 1.3 zu geben.
3.2 Der Rei­se­ver­an­stal­ter ist ver­pflich­tet, für die Hotel­lei­stun­gen gemäß Zif­fer 1.3 und die von ihm darüber
hin­aus in Anspruch genom­me­nen wei­te­ren Lei­stun­gen die ver­ein­bar­ten oder, wenn nichts vereinbart
wur­de, die aus­ge­wie­se­nen bzw. übli­chen Prei­se des Hotels zu zah­len. Dies gilt auch für vom Rei­se­ver­an­stal­ter direkt oder beim Hotel beauf­trag­te Lei­stun­gen, die durch Drit­te erbracht und vom Hotel ver­aus­lagt werden.
3.3 Die Gäste haben nur Anspruch auf die Hotel­lei­stun­gen gemäß Zif­fer 1.3. Der Rei­se­ver­an­stal­ter ist ver­pflich­tet, sei­ne Gäste über die­se zu infor­mie­ren und sie zu ver­pflich­ten, für die etwai­ge Inan­spruch­nah­me dar­über hin­aus­ge­hen­der Lei­stun­gen auf Auf­for­de­rung des Hotels eine ange­mes­se­ne Sicherheit,
zum Bei­spiel durch Hin­ter­le­gung von Kre­dit­kar­ten­ga­ran­tien, zu lei­sten. Dies gilt auch für Gäste, die Inha­ber eines Vouchers/Gutscheins sind. Wird trotz ent­spre­chen­der Auf­for­de­rung des Hotels kei­ne Sicher­heit durch den Gast gelei­stet und zahlt der Gast nicht, so sind die­se in Anspruch genommenen
Lei­stun­gen vom Rei­se­ver­an­stal­ter zu bezahlen.
3.4 Der Rei­se­ver­an­stal­ter muss sei­ne Gäste über alle für den Auf­ent­halt rele­van­ten Umstän­de und Bedin­gun­gen infor­mie­ren, ins­be­son­de­re über die Rege­lung zur Haf­tung des Hotels gemäß Zif­fer 8.
3.5 Für alle mit der Betreu­ung der Rei­se­grup­pe des Rei­se­ver­an­stal­ters zusam­men­hän­gen­den Fra­gen wird
der Rei­se­ver­an­stal­ter dem Hotel auf des­sen Wunsch eine Ansprechpartnerin/einen Ansprechpartner
benen­nen, die/der die­se Rei­se­grup­pe vertritt.
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4 RECH­TE UND PFLICH­TEN DES HOTELS
4.1 Das Hotel ist berech­tigt, bei Ver­trags­schluss vom Rei­se­ver­an­stal­ter eine ange­mes­se­ne Vorauszahlung
oder Sicher­heits­lei­stung, zum Bei­spiel in Form einer Kre­dit­kar­ten­ga­ran­tie, zu ver­lan­gen. Die Höhe der
Vor­aus­zah­lung und die Zah­lungs­ter­mi­ne kön­nen im Ver­trag in Text­form ver­ein­bart wer­den. Das Hotel
hat den Erhalt einer Vor­aus­zah­lung oder Sicher­heits­lei­stung zu bestätigen.
4.2 In begrün­de­ten Fäl­len, zum Bei­spiel Zah­lungs­rück­stand des Rei­se­ver­an­stal­ters oder Erwei­te­rung des
Ver­trags­um­fan­ges, ist das Hotel berech­tigt, auch nach Ver­trags­schluss bis zu Beginn des Aufenthaltes
eine Vor­aus­zah­lung oder Sicher­heits­lei­stung im Sin­ne vor­ste­hen­der Zif­fer 4.1 oder eine Anhe­bung der
im Ver­trag ver­ein­bar­ten Vor­aus­zah­lung oder Sicher­heits­lei­stung bis zur vol­len ver­ein­bar­ten Vergütung
zu verlangen.
4.3 Das Hotel ist nicht berech­tigt, ein­sei­tig Ände­run­gen der ver­ein­bar­ten Hotel­lei­stun­gen vorzunehmen.
Ände­run­gen sind nur mit Ein­wil­li­gung des Rei­se­ver­an­stal­ters wirksam.
4.4 Der Rei­se­ver­an­stal­ter erwirbt kei­nen Anspruch auf die Bereit­stel­lung bestimm­ter Zim­mer, soweit dieses
nicht aus­drück­lich ver­ein­bart wurde.
4.5 Gebuch­te Zim­mer ste­hen dem Rei­se­ver­an­stal­ter ab 15:00 Uhr des ver­ein­bar­ten Anrei­se­ta­ges zur Ver­fü­gung. Die­ser hat kei­nen Anspruch auf eine frü­he­re Bereitstellung.
4.6 Am ver­ein­bar­ten Abrei­se­tag sind die Zim­mer dem Hotel spä­te­stens um 12:00 Uhr geräumt zur Ver­fü­gung zu stel­len. Danach kann das Hotel auf­grund der ver­spä­te­ten Räu­mung des Zim­mers für dessen
ver­trags­über­schrei­ten­de Nut­zung bis 18:00 Uhr 50% und ab 18:00 Uhr 90% des vol­len Logispreises
(Listen­prei­ses) in Rech­nung stel­len. Ver­trag­li­che Ansprü­che des Rei­se­ver­an­stal­ters wer­den hierdurch
nicht begrün­det. Ihm steht es frei nach­zu­wei­sen, dass dem Hotel kein oder ein wesent­lich niedrigerer
Anspruch auf Nut­zungs­ent­gelt ent­stan­den ist.
5 PREI­SE, ZAH­LUNG, AUFRECHNUNG
5.1 Die ver­ein­bar­ten Prei­se ver­ste­hen sich ein­schließ­lich der zum Zeit­punkt des Ver­trags­schlus­ses gel­ten­den Steu­ern und loka­len Abga­ben, sofern nicht aus­drück­lich Prei­se ohne Umsatz­steu­er vereinbart
wur­den. Nicht ent­hal­ten sind loka­le Abga­ben, die nach dem jewei­li­gen Kom­mu­nal­recht vom Hotelgast
selbst geschul­det sind, wie zum Bei­spiel Kurtaxe.
Bei Ände­rung der gesetz­li­chen Umsatz­steu­er oder der Neu­ein­füh­rung, Ände­rung oder Abschaf­fung loka­ler Abga­ben auf den Lei­stungs­ge­gen­stand nach Ver­trags­schluss wer­den die Prei­se entsprechend
angepasst.
5.2 Die ver­ein­bar­ten Prei­se gel­ten aus­schließ­lich im Zusam­men­hang mit wei­te­ren Lei­stun­gen, die dem
End­kun­den gebün­delt in einem Lei­stungs­pa­ket ange­bo­ten wer­den. Sie dür­fen nicht als Ein­zel­prei­se für
ein­fa­che Über­nach­tung (non-packa­ges) in Dis­tri­bu­ti­ons­ka­nä­len (ins­be­son­de­re Online) dem Endkunden
oder Drit­ten ange­bo­ten wer­den. Der Rei­se­ver­an­stal­ter ist ver­pflich­tet, alle sei­ne wei­te­ren Part­ner und
Mitt­ler die­ser Klau­sel eben­falls zu unterwerfen.
5.3 Rech­nun­gen des Hotels ohne Fäl­lig­keits­da­tum sind bin­nen zehn Tagen ab Zugang der Rech­nung ohne
Abzug zahl­bar. Das Hotel kann die unver­züg­li­che Zah­lung fäl­li­ger For­de­run­gen jeder­zeit vom Rei­se­ver­an­stal­ter ver­lan­gen. Bei Zah­lungs­ver­zug gel­ten die gesetz­li­chen Rege­lun­gen. Dem Hotel bleibt der
Nach­weis eines höhe­ren Scha­dens vorbehalten.
5.4 Der Rei­se­ver­an­stal­ter kann nur mit einer unstrei­ti­gen oder rechts­kräf­ti­gen For­de­rung gegen­über einer
For­de­rung des Hotels auf­rech­nen oder verrechnen.
5.5 Ver­ein­ba­run­gen über die etwai­ge Zah­lung der Pro­vi­si­on (auch „Kom­mis­si­on“) sind ent­we­der im Hotel­auf­nah­me­ver­trag oder in einer zeit­gleich abzu­schlie­ßen­den Ver­ein­ba­rung zu tref­fen. Ist für dieselbe
Buchung mehr als ein Rei­se­ver­an­stal­ter ver­ant­wort­lich, so hat das Hotel die Pro­vi­si­on nur ein­mal zu
bezahlen.
6 RÜCK­TRITT DES REI­SE­VER­AN­STAL­TERS (ABBE­STEL­LUNG, STORNIERUNG)/
NICHTIN­AN­SPRUCH­NAH­ME DER LEI­STUNG DES HOTELS (NO SHOW)
6.1 Für Einzelreisende:
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6.1.1 Ein Rück­tritt des Rei­se­ver­an­stal­ters von dem mit dem Hotel geschlos­se­nen Ver­trag ist nur möglich,
wenn ein Rück­tritts­recht im Ver­trag aus­drück­lich ver­ein­bart wur­de, ein son­sti­ges gesetz­li­ches Rück­tritts­recht besteht oder wenn das Hotel der Ver­trags­auf­he­bung aus­drück­lich zustimmt. Die Ver­ein­ba­rung eines Rück­tritts­rech­tes sowie die etwai­ge Zustim­mung zu einer Ver­trags­auf­he­bung sol­len jeweils
in Text­form erfolgen.
6.1.2 Sofern zwi­schen dem Hotel und dem Rei­se­ver­an­stal­ter ein Ter­min zum kosten­frei­en Rück­tritt vom Ver­trag ver­ein­bart wur­de, kann der Rei­se­ver­an­stal­ter bis dahin vom Ver­trag zurück­tre­ten, ohne Zah­lungs­oder Scha­dens­er­satz­an­sprü­che des Hotels aus­zu­lö­sen. Das Rück­tritts­recht des Rei­se­ver­an­stal­ters erlischt, wenn er nicht bis zum ver­ein­bar­ten Ter­min sein Recht zum Rück­tritt gegen­über dem Hotel ausübt.
6.1.3 Ist ein Rück­tritts­recht nicht ver­ein­bart oder bereits erlo­schen, besteht auch kein gesetz­li­ches Rück­trittso­der Kün­di­gungs­recht und stimmt das Hotel einer Ver­trags­auf­he­bung nicht zu, behält das Hotel den
Anspruch auf die ver­ein­bar­te Ver­gü­tung trotz Nichtin­an­spruch­nah­me der Lei­stung. Das Hotel hat die
Ein­nah­men aus ander­wei­ti­ger Ver­mie­tung der Zim­mer sowie die erspar­ten Auf­wen­dun­gen anzu­rech­nen. Wer­den die Zim­mer nicht ander­wei­tig ver­mie­tet, so kann das Hotel den Abzug für erspar­te Auf­wen­dun­gen pau­scha­lie­ren. Der Rei­se­ver­an­stal­ter ist in die­sem Fall ver­pflich­tet, min­de­stens 90% des
ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Prei­ses für Über­nach­tung mit oder ohne Früh­stück sowie für Pau­schal­ar­ran­ge­ments mit Fremd­lei­stun­gen, 70% für Halb­pen­si­ons- und 60% für Voll­pen­si­ons­ar­ran­ge­ments zu zah­len. Dem Rei­se­ver­an­stal­ter steht der Nach­weis frei, dass der oben genann­te Anspruch nicht oder nicht
in der gefor­der­ten Höhe ent­stan­den ist.
6.2 Für Reisegruppen:
6.2.1 Sofern im Ver­trag nicht ein abwei­chen­des Rück­tritts­recht aus­drück­lich ver­ein­bart wur­de, kein sonstiges
gesetz­li­ches Rück­tritts­recht besteht oder das Hotel der Ver­trags­auf­he­bung nicht aus­drück­lich zustimmt,
ist ein Rück­tritt nur nach Maß­ga­be der fol­gen­den Kon­di­tio­nen mög­lich. Die Ver­ein­ba­rung eines abwei­chen­den Rück­tritts­rech­tes sowie die etwai­ge Zustim­mung zu einer Ver­trags­auf­he­bung sol­len jeweils in
Text­form erfolgen.
6.2.2 Der Rei­se­ver­an­stal­ter ist berech­tigt, vom Ver­trag für Rei­se­grup­pen gemäß Zif­fer 1.4 zurückzutreten:
— bis zu 90 Tage vor Anrei­se von 100% des ver­ein­bar­ten Gesamtvolumens,
— bis zu 60 Tage vor Anrei­se von 50% des ver­ein­bar­ten Gesamtvolumens,
— bis zu 30 Tage vor Anrei­se von 25% des ver­ein­bar­ten Gesamtvolumens.
6.2.3 Das Rück­tritts­recht kann nur ein­mal aus­ge­übt wer­den. Bei der Berech­nung der Frist wird der Anrei­se­tag nicht mitgerechnet.
6.2.4 Das Rück­tritts­recht des Rei­se­ver­an­stal­ters erlischt, wenn er dies nicht bis zum ver­ein­bar­ten Termin
ausübt.
6.2.5 Ist ein Rück­tritts­recht nicht ver­ein­bart oder bereits erlo­schen, erfolgt der Rück­tritt zu einem späteren
Zeit­punkt oder in einem grö­ße­ren als dem ver­trag­lich zuge­las­se­nen Umfang, besteht auch kein gesetz­li­ches Rück­tritts- oder Kün­di­gungs­recht und stimmt das Hotel einer Ver­trags­auf­he­bung nicht zu, behält
das Hotel den Anspruch auf die ver­ein­bar­te Ver­gü­tung trotz Nichtin­an­spruch­nah­me der Lei­stung. Das
Hotel hat die Ein­nah­men aus ander­wei­ti­ger Ver­mie­tung der Zim­mer sowie die erspar­ten Aufwendungen
anzu­rech­nen. Wer­den die Zim­mer nicht ander­wei­tig ver­mie­tet, so kann das Hotel den Abzug für erspar­te Auf­wen­dun­gen pau­scha­lie­ren. Der Rei­se­ver­an­stal­ter ist in die­sem Fall ver­pflich­tet, min­de­stens 90%
des ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Prei­ses für Über­nach­tun­gen mit oder ohne Früh­stück sowie für Pau­schal­ar­ran­ge­ments mit Fremd­lei­stun­gen, 70% für Halb­pen­si­ons- und 60% für Voll­pen­si­ons­ar­ran­ge­ments zu
zah­len. Dem Rei­se­ver­an­stal­ter steht der Nach­weis frei, dass der oben genann­te Anspruch nicht oder
nicht in der gefor­der­ten Höhe ent­stan­den ist.
7 RÜCK­TRITT DES HOTELS
7.1 Für Einzelreisende:
7.1.1 Sofern ver­ein­bart wur­de, dass der Rei­se­ver­an­stal­ter inner­halb einer bestimm­ten Frist kosten­frei ganz
oder teil­wei­se vom Ver­trag zurück­tre­ten kann, ist das Hotel inner­halb die­ser Frist sei­ner­seits berechtigt,
im sel­ben Umfang vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten, wenn Anfra­gen Drit­ter nach den ver­trag­lich gebuchten
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Zim­mern vor­lie­gen und soweit der Rei­se­ver­an­stal­ter auf Rück­fra­ge des Hotels mit ange­mes­se­ner Frist­set­zung auf sein Recht zum Rück­tritt nicht verzichtet.
7.1.2 Wird eine gemäß Zif­fer 4.1 und/oder Zif­fer 4.2 ver­ein­bar­te oder ver­lang­te Vor­aus­zah­lung oder Sicher­heits­lei­stung auch nach Ver­strei­chen einer vom Hotel gesetz­ten ange­mes­se­nen Nach­frist nicht gelei­stet, so ist das Hotel eben­falls zum Rück­tritt vom Ver­trag berechtigt.
7.1.3 Fer­ner ist das Hotel berech­tigt, aus sach­lich gerecht­fer­tig­tem Grund vom Ver­trag außer­or­dent­lich zurück­zu­tre­ten, ins­be­son­de­re falls
— Höhe­re Gewalt oder ande­re vom Hotel nicht zu ver­tre­ten­de Umstän­de die Erfül­lung des Vertrages
unmög­lich machen;
— Zim­mer oder Räu­me schuld­haft unter irre­füh­ren­der oder fal­scher Anga­be oder Ver­schwei­gen wesent­li­cher Tat­sa­chen gebucht wer­den; wesent­lich kann dabei die Iden­ti­tät des Reiseveranstalters
bzw. des Gastes, die Zah­lungs­fä­hig­keit oder der Auf­ent­halts­zweck sein;
— das Hotel begrün­de­ten Anlass zu der Annah­me hat, dass die Inan­spruch­nah­me der Lei­stung den
rei­bungs­lo­sen Geschäfts­be­trieb, die Sicher­heit oder das Anse­hen des Hotels in der Öffentlichkeit
gefähr­den kann, ohne dass dies dem Herr­schafts- bzw. Orga­ni­sa­ti­ons­be­reich des Hotels zuzu­rech­nen ist;
— der Zweck bzw. der Anlass des Auf­ent­hal­tes geset­zes­wid­rig ist.
7.1.4 Der berech­tig­te Rück­tritt des Hotels begrün­det kei­nen Anspruch des Rei­se­ver­an­stal­ters auf Schadensersatz.
7.2 Für Reisegruppen:
7.2.1 Sofern im Ver­trag ver­ein­bart wur­de, dass der Rei­se­ver­an­stal­ter inner­halb einer bestimm­ten Frist kosten­frei ganz oder teil­wei­se vom Ver­trag zurück­tre­ten kann, ist das Hotel inner­halb die­ser Frist sei­ner­seits berech­tigt, im sel­ben Umfang vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten, wenn Anfra­gen Drit­ter nach den ver­trag­lich gebuch­ten Zim­mern vor­lie­gen und soweit der Rei­se­ver­an­stal­ter auf Rück­fra­ge des Hotels mit
ange­mes­se­ner Frist­set­zung auf sein Recht zum Rück­tritt nicht verzichtet.
7.2.2 Inner­halb der in Zif­fer 6.2.2 genann­ten Fri­sten ist auch das Hotel berech­tigt, im sel­ben Umfang wie der
Rei­se­ver­an­stal­ter kosten­frei vom Ver­trag teil­wei­se zurück­zu­tre­ten, wenn auch hier der Rei­se­ver­an­stal­ter auf sein Recht zum Rück­tritt nicht verzichtet.
7.2.3 Wird eine gemäß Zif­fer 4.1 und/oder Zif­fer 4.2 ver­ein­bar­te oder ver­lang­te Vor­aus­zah­lung oder Sicher­heits­lei­stung auch nach Ver­strei­chen einer vom Hotel gesetz­ten ange­mes­se­nen Nach­frist nicht gelei­stet, so ist das Hotel eben­falls zum Rück­tritt vom Ver­trag berechtigt.
7.2.4 Wird die gemäß Zif­fer 3.1 Satz 2 genann­te Ver­trags­pflicht zur Unter­rich­tung über den Buchungsstand
nicht oder nicht frist­ge­mäß erfüllt, so ist das Hotel eben­falls zum Rück­tritt berech­tigt. Dem Hotel steht
fer­ner ein Rück­tritts­recht für den Fall zu, dass sich die Anzahl der als Rei­se­grup­pe ein­ge­buch­ten Gäste
auf weni­ger als 15 redu­ziert (Ver­lust des Grup­pen­sta­tus gemäß Zif­fer 1.4).
7.2.5 Fer­ner ist das Hotel berech­tigt, aus sach­lich gerecht­fer­tig­tem Grund vom Ver­trag außer­or­dent­lich zurück­zu­tre­ten, ins­be­son­de­re falls
— Höhe­re Gewalt oder ande­re vom Hotel nicht zu ver­tre­ten­de Umstän­de die Erfül­lung des Vertrages
unmög­lich machen;
— Zim­mer oder Räu­me schuld­haft unter irre­füh­ren­der oder fal­scher Anga­be oder Ver­schwei­gen wesent­li­cher Tat­sa­chen gebucht wer­den; wesent­lich kann dabei die Iden­ti­tät des Reiseveranstalters
bzw. des Gastes, die Zah­lungs­fä­hig­keit oder der Auf­ent­halts­zweck sein;
— das Hotel begrün­de­ten Anlass zu der Annah­me hat, dass die Inan­spruch­nah­me der Lei­stung den
rei­bungs­lo­sen Geschäfts­be­trieb, die Sicher­heit oder das Anse­hen des Hotels in der Öffentlichkeit
gefähr­den kann, ohne dass dies dem Herr­schafts- bzw. Orga­ni­sa­ti­ons­be­reich des Hotels zuzu­rech­nen ist;
— der Zweck bzw. der Anlass des Auf­ent­hal­tes geset­zes­wid­rig ist.
7.2.6 Der berech­tig­te Rück­tritt des Hotels begrün­det kei­nen Anspruch des Rei­se­ver­an­stal­ters auf Schadensersatz.
All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen für Rei­se­ver­an­stal­ter (Ein­zel­rei­sen­de und Reisegruppen)
© Hotel­ver­band Deutsch­land (IHA) e.V. Sei­te 9 Stand: Novem­ber 2014
8 HAF­TUNG DES HOTELS
8.1 Das Hotel haf­tet für von ihm zu ver­tre­ten­de Schä­den aus der Ver­let­zung des Kör­pers, des Lebens oder
der Gesund­heit. Wei­ter­hin haf­tet es für son­sti­ge Schä­den, die auf einer vor­sätz­li­chen oder grob fahr­läs­si­gen Pflicht­ver­let­zung des Hotels bezie­hungs­wei­se auf einer vor­sätz­li­chen oder fahr­läs­si­gen Ver­let­zung von ver­trags­ty­pi­schen Pflich­ten des Hotels beru­hen. Einer Pflicht­ver­let­zung des Hotels steht die
eines gesetz­li­chen Ver­tre­ters oder Erfül­lungs­ge­hil­fen gleich. Wei­ter­ge­hen­de Schadensersatzansprüche
sind, soweit in die­ser Zif­fer 8 nicht ander­wei­tig gere­gelt, aus­ge­schlos­sen. Soll­ten Stö­run­gen oder Män­gel an den Lei­stun­gen des Hotels auf­tre­ten, wird das Hotel bei Kennt­nis oder auf unver­züg­li­che Rüge
des Rei­se­ver­an­stal­ters oder des Gastes bemüht sein, für Abhil­fe zu sor­gen. Der Rei­se­ver­an­stal­ter oder
der Gast ist ver­pflich­tet, das ihm Zumut­ba­re bei­zu­tra­gen, um die Stö­rung zu behe­ben und einen mög­li­chen Scha­den gering zu halten.
8.2 Für ein­ge­brach­te Sachen haf­tet das Hotel dem Gast nach den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen. Das Hotel
emp­fiehlt die Nut­zung des Hotel- oder Zim­mer­safes. Sofern der Gast Geld, Wert­pa­pie­re und Kost­bar­kei­ten mit einem Wert von mehr als 800 Euro oder son­sti­ge Sachen mit einem Wert von mehr als
3.500 Euro ein­zu­brin­gen wünscht, bedarf dies einer geson­der­ten Auf­be­wah­rungs­ver­ein­ba­rung mit dem
Hotel.
8.3 Soweit dem Rei­se­ver­an­stal­ter ein Stell­platz in der Hotel­ga­ra­ge oder auf dem Hotel­park­platz, auch gegen Ent­gelt, zur Ver­fü­gung gestellt wird, kommt dadurch kein Ver­wah­rungs­ver­trag zustan­de. Bei Abhan­den­kom­men oder Beschä­di­gung auf dem Hotel­grund­stück abge­stell­ter oder ran­gier­ter Kraft­fahr­zeu­ge und deren Inhal­te haf­tet das Hotel nur nach Maß­ga­be der vor­ste­hen­den Zif­fer 8.1, Sät­ze 1 bis 4.
8.4 Weck­auf­trä­ge wer­den vom Hotel mit größ­ter Sorg­falt ausgeführt.
Nach­rich­ten, Post und Waren­zu­stel­lun­gen für Gäste wer­den mit größ­ter Sorg­falt behan­delt. Das Hotel
über­nimmt die Zustel­lung, Auf­be­wah­rung und – auf Wunsch – gegen Ent­gelt die Nach­sen­dung der­sel­ben. Das Hotel haf­tet hier­bei nur nach Maß­ga­be der vor­ste­hen­den Zif­fer 8.1, Sät­ze 1 bis 4.
9 SCHLUSSBESTIMMUNGEN
9.1 Ände­run­gen und Ergän­zun­gen des Ver­tra­ges, der Antrags­an­nah­me oder die­ser All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen sol­len in Text­form erfol­gen. Ein­sei­ti­ge Ände­run­gen oder Ergän­zun­gen durch den
Rei­se­ver­an­stal­ter sind unwirksam.
9.2 Erfül­lungs- und Zah­lungs­ort sowie aus­schließ­li­cher Gerichts­stand – auch für Scheck- und Wech­sel­strei­tig­kei­ten – ist im kauf­män­ni­schen Ver­kehr … [Bit­te Ort ein­tra­gen, wahl­wei­se Stand­ort des Hotels
oder Sitz der Betrei­ber­ge­sell­schaft des Hotels]. Sofern ein Ver­trags­part­ner die Vor­aus­set­zun­gen des
§ 38 Absatz 2 ZPO erfüllt und kei­nen all­ge­mei­nen Gerichts­stand im Inland hat, gilt als Gerichtsstand …
[Bit­te Ort ein­tra­gen, wahl­wei­se Stand­ort des Hotels oder Sitz der Betrei­ber­ge­sell­schaft des Hotels].
9.3 Es gilt deut­sches Recht. Die Anwen­dung des UN-Kauf­rechts und des Kollision

9.4 Soll­ten ein­zel­ne Bestim­mun­gen die­ser All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen unwirk­sam oder nichtig
sein oder wer­den, so wird dadurch die Wirk­sam­keit der übri­gen Bestim­mun­gen nicht berührt. Im Übri­gen gel­ten die gesetz­li­chen Vorschriften.