Die Regensberger Anwesen und ihre Besitzer


Haus Nr. 1½:
1858 nach dem Einsturz des südlichen Turmes des Schlosses neu erbaut von Johann Georg Heinlein, Schneidermeister, und Maria geb. Böhmer aus Hetzles
1865 Johann Georg Pinzel aus Gosberg und Anna Barbara geb. Heinlein
1902 Johann Pinzel und Anna geb. Kupfer aus Effeltrich
1905 Johann Kaul aus Weingarts und Barbara geb. Pinzel, die das Anwesen von Johann Pinzel erworben haben

# 2 nicht mehr vorhanden
Haus Nr. 2 (alt):
1663 von Andreas Zehner, Schreiner aus Weißenohe, für 30 Gulden gekauft
1681 Johann Zehner, Schreiner, und Ehefrau Margareta
1726 Johann Lachmayer, Schulmeister, und Anna geb. Alt aus Weingarts
1773 Nikolaus Lachmayer, Lehrer, und Helena geb. Harrer aus Regensberg, Hs. Nr. 7
1786 Nikolaus Lachmayer und 2. Ehefrau Anna geb. Harrer aus Regensberg, Hs. Nr. 5
1815 Georg Wagner aus Ortspitz und Kunigunda geb. Lachmayer, die in dem Haus eine Gastwirtschaft eröffnen
1836 Georg Wagner und 2. Ehefrau Eva geb. Erlwein aus Effeltrich
1842 Am 26. Juni stirbt die Wirtsfrau Eva Wagner im Alter von 38 Jahren.
Am 15. Oktober verunglückt der Wirt Georg Wagner durch den Sturz von einem Obstbaum tödlich.
1847 Das Haus wird von der Vormundschaft der Wagnerischen Kinder verkauft und dann abgerissen.

Haus Nr. 2 (neu): die Kirche St. Margareta


Haus Nr. 3:
1787 erbaut von Johann Kist
1789 Johann Kist und Margareta geb. Backer aus Mittelehrenbach
1819 Philipp Rothlauf aus Moggendorf bei Hollfeld, Schäfer in Regensberg, und Margareta Kist geb. Backer
1839 Philipp Rothlauf und 2. Ehefrau Kunigunda geb. Heinlein aus Regensberg
1855 Anna Heinlein, Nichte der Kunigunda Rothlauf, übernimmt das Haus
1860 Georg Gebald, Weber aus Dormitz, und Anna geb. Heinlein
1875 Johann Georg Gebald und Anna geb. Koch aus Oberehrenbach
1883 Johann Georg Gebald und 2. Ehefrau Elisabeth geb. Batz aus Weingarts
1892 Johann Georg Gebald und 3. Ehefrau Katharina geb. Daut aus Untertrubach
1905 Johann Georg Gebald und 4. Ehefrau Margareta geb. Förtsch aus Weingarts
1918 Melchior Seiler aus Geschwand und Margareta Gebald geb. Förtsch
1924 Konrad Koch aus Oberehrenbach und Margareta geb. König


Haus Nr. 4:
1716 Johann Heinrich Klempf, Musikant aus Wadendorf bei Hollfeld, und Kunigunda geb. Kist aus Grötzingen in Baden
1718 Johann Ulrich Kist, Musikant aus Durlach in Baden, und Ehefrau Anna Elisabeth
1739 Georg Kist, Musikant, und Margareta geb. Lachmayer aus Weingarts
1757 Michael Harrer, Wirtssohn aus Weingarts, und Margareta Kist geb. Lachmayer
1773 Moritz Kist und Anna Maria geb. Backer aus Mittelehrenbach
1813 Johann Kist und Rosina geb. Stahl aus Gaiganz
1841 Johann Hauptmann aus Hundsboden und Margareta geb. Kist
1875 Johann Andreas Hauptmann und Anna Maria geb. Kern aus Weingarts
1909 Johann Hauptmann und Maria geb. Weber aus Sollenberg



Haus Nr. 5, 6 und 7:
Diese drei Anwesen sind durch Teilung des Schlossbauernhofes entstanden. Das Amt Regensberg bewirtschaftete diesen Hof nicht selbst, sondern gab ihn einem Bestands-Bauern (Pächter), der dafür jährlich 35 Gulden und 2 Sümra Korn sowie den Zehnten darauf zu entrichten hatte. Der jeweilige Pächter und die späteren Besitzer hatten das Recht auf die Frontage, die zuvor bei den Ritterschaftlichen Schlossherrschaften geleistet werden mussten. Die Weingartser Bauern fronten 56 Kornschneidtage, 56 Haberschneidtage, 4 Mähtage im Heu, 4 Mähtage im Grummet, 10 Heutage im Heu, 10 Heutage im Grummet, 2 halbe Ackertage und 4 ungemessene Pferdefronen, d.h. sie mussten zur Stelle sein, wenn Korn, Hafer, Heu, Grummet und Holz zu fahren waren. Diese Frontage konnten aber auch durch Zahlung eines Geldbetrags abgelöst werden. Der gesamte Hof umfasste 240 Tagwerk und war berechtigt, 180 Schafe zu halten.
Die Hofpächter waren:
1627 Wolf Haim
1652 Veit Zinkher
1658 Georg Haid
1667 Hofbesitzer war ab Georg Haid, der den Hof für 400 Gulden erwarb.



Haus Nr. 5:
1675 Johann Gottsmann und Barbara geb. Haid
1688 Johann Harrer und Ehefrau Margareta
1697 Johann Harrer und Katharina geb. Alt aus Weingarts
1708 Johann Harrer und 2. Ehefrau Elisabeth geb. Spörl aus Weingarts
1748 Johann Harrer, Sohn des Vorigen, und Anna geb. Müller aus Hundsboden
1793 Johann Harrer und Anna geb. Siebenhaar aus Weingarts
1835 Joseph Harrer und Margareta geb. Alt aus Weingarts
1877 Johann Moritz Harrer und Elisabeth geb. Mirschberger aus Rosenbach
1921 Johann Michael Harrer und Margareta geb. Knauer aus Leutenbach


Haus Nr. 6:
1673 Johann Haid und Ehefrau Regina
1681 Andreas Kügel und Ehefrau Brigitta
1732 Franz Kohlmann aus Kirchröttenbach und Margareta geb. Wendler aus Illhof
1736 Franz Kohlmann und 2. Ehefrau Anna geb. Harrer aus Regensberg
1748 Franz Kohlmann und 3. Ehefrau Margareta geb. Alt aus Weingarts
1762 Johann Kohlmann und Margareta geb. Merz aus Weingarts
1794 Jakob Kohlmann und Maria Anna geb. Messingschlager aus Dobenreuth
1838 Johann Kohlmann und Anna geb. Kern aus Mittelehrenbach
1892 Michael Kohlmann und Anna geb. Schüpferling aus Ermreus



Haus Nr. 7:
1746 Georg Johann Harrer und Katharina geb. Kern aus Weingarts
1787 Johann Harrer und Kunigunda geb. Siebenhaar aus Weingarts
1797 Johann Alt aus Oberehrenbach und Kunigunda Harrer geb. Siebenhaar
1833 Georg Harrer und Maria geb. Meister aus Wiesenthau
1867 Johann Georg Harrer und Kunigunda geb. Teufel aus Großenbuch
1872 Johann Georg Harrer und 2. Ehefrau Elisabeth geb. Deinlein aus Hetzles
1890 Georg Siebenhaar aus Weingarts und Elisabeth Harrer geb. Deinlein
1890 Johann Georg Harrer aus Regensberg Hs. Nr. 5 und Margareta geb. Zimmermann aus Weingarts kaufen das Anwesen von den Eheleuten Siebenhaar.



Haus Nr. 8:
1868 nach dem Abbruch des Jägerturms neu erbaut von Johann Georg Heinlein und Christina geb. Batz aus Mittelehrenbach
1891 Joseph Heinlein und Margareta geb. Zehner aus Weingarts
1898 Johann Drummer und Margareta geb. Galster, beide aus Weingarts




Haus Nr. 9:
1869 neu erbaut von
Johann Georg
Kraft aus Weingarts,
der den Bauplatz von
Johann Kern gekauft hat
1871 Johann und Anna Barbara
Arzt, Geschwister
1891 Johann Lukas Engelhardt
aus Weingarts und
Anna Barbara geb. Arzt
1903 Michael Kohlmann
kauft das Anwesen
von den Eheleuten
Engelhardt.



Haus Nr. 10:
1868 neu erbaut von Johann Kern und Katharina geb. Harrer, die auf dem Anwesen eine Gastwirtschaft betreiben
1874 Konrad Leikam aus Weingarts, Junggeselle und Wirt
1878 Mathäus Wölfel aus Gräfenberg
1878 Johann Kaul und dessen Verlobte Anna Barbara Hertel, beide aus Oberehrenbach
1904 Johann Kaul, Sohn des Vorigen, und Anna geb. Kaul aus Weingarts




Lehrer und Schule in Regensberg

1680 Bernhard Lachmayer aus Leoben in der Steiermark, der am Jesuiten-Gymnasium in Leoben ausgebildet wurde. 1684 fertigte er in seiner besonders schönen Schrift eine Kopie der Oberehrenbacher Gemeindeordnung aus dem Jahre 1422 an, in der er sich als Steirer aus Leoben und derzeitiger Lehrer in Weingarts verewigte. Als Schule dürfte ein Raum im Schloss Regensberg gedient haben.
1695 Sebastian Wagner aus Leutenbach, Lehrer in Regensberg
1726 Johann Lachmayer, Lehrer und Einwohner von Regensberg. Die Schulstube befand sich in seinem unterhalb der Kirche gelegenen Haus. Er war der Enkel von Bernhard Lachmayer.
1756 Christoph Lachmayer, Sohn des Johann Lachmayer, Lehrer in Regensberg bis 1760 und durch die Heirat mit der Wirtstochter Anna Harrer aus Weingarts Gastwirt in Weingarts. Ab 1760 war er Lehrer in Kersbach. Sein Sohn Johann, geb. am 30. März 1765 in Kersbach, wurde Geistlicher. Die Gastwirtschaft in Weingarts führten die Schwiegereltern weiter, später wurde sie von seiner ältesten Tochter Margareta übernommen.
1760 Nikolaus Lachmayer, Bruder von Christoph Lachmayer, Lehrer in Regensberg bis 1809
1810 Georg Protasius Friedrich, geb. 1761 in Ebermannstadt, Franziskaner des Forchheimer Konvents, infolge der Auflösung des Forchheimer Franziskanerklosters durch die Säkularisation Aushilfspfarrer und Lehrer in Regensberg. Die Schule befand sich nun im Schloss Regensberg.
1811 Johann Michael Ramer, Sohn des Lehrers Georg Ramer aus Leutenbach, gest. am 20. August 1812 im Alter von 32 Jahren in Weingarts
1812 Georg Ritz aus Heroldsbach, Sohn des Lehrers Heinrich Ritz
1814 Michael Ritz, Bruder des Vorigen, heiratete am 6. Februar 1815 Barbara Eibinger aus Oberehrenbach, Tochter des Musikanten Friedrich Eibinger und der Barbara geb. Dosler.

Ab 1816 wurde die Schule im Gemeindehaus Weingarts untergebracht.


Ganz besonderer Dank an
Hans Kist, Weingarts.
der alle Daten und Informationen zusammengetragen
und geordnet hat
an
Sabine Ursprung
die den Text erstell hat
Bilder von
Georg Hötzelein





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